X. Congress of the German Society of Aesthetics

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Date/Time
Date(s): 14. February – 17. February
All Day

Location
Hochschule fuer Gestaltung Offenbach am Main

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14.bis17.02.2018

X. Kongress der
Deutschen Gesellschaft für Ästhetik

Hochschule für Gestaltung
Offenbach am Main

Call for Papers

2018 – und mit die­sem Kon­gress – wird die Deut­sche Ge­sell­schaft für Äs­the­tik ihr 25-jäh­ri­ges Be­ste­hen fei­ern. Dies ist uns indes we­ni­ger An­lass zum Rück­blick auf die tra­di­ti­ons­rei­che Ge­schich­te der phi­lo­so­phi­schen Äs­the­tik, in deren Licht die Ge­sell­schaft üb­ri­gens ge­ra­de­zu über­ra­schend jung er­schie­ne. Viel­mehr ver­ste­hen wir das Ju­bi­lä­um als eine aus­ge­zeich­ne­te Ge­le­gen­heit, die be­weg­te Ge­gen­wart der Äs­the­tik in den Blick zu neh­men – eine Ge­gen­wart, die das äs­the­ti­sche Den­ken mit einer ge­wis­sen Dring­lich­keit über die dis­zi­pli­nä­ren Gren­zen hin­aus­treibt.

Seit der Grün­dung der Ge­sell­schaft im Jahr 1993 hat sich die wis­sen­schaft­li­che Fä­cher­land­schaft enorm ver­än­dert, so dass sich nicht mehr nur die Frage stellt, wer wie und mit wel­chem Selbst­ver­ständ­nis Äs­the­tik be­treibt, son­dern auch, wo sie statt­fin­det. Denn deut­li­cher noch als dies in den 1990er Jah­ren be­reits der Fall war, ist sie heute nicht mehr aus­schließ­lich an den phi­lo­so­phi­schen In­sti­tu­ten ver­an­kert, son­dern fin­det ihren Ort auch an Kunst­hoch­schu­len, in den Kunst-, De­sign-, Kul­tur- und Me­di­en­wis­sen­schaf­ten sowie in in­ter­dis­zi­pli­nä­ren For­schungs­pro­jek­ten und Stu­di­en­gän­gen – und dies, im Ver­gleich etwa zur Si­tua­ti­on von vor zehn Jah­ren, mit neuem Schwung. Tat­säch­lich ent­ste­hen an zahl­rei­chen Orten und im Rah­men in­ter­dis­zi­pli­nä­rer Ver­bün­de, die die Phi­lo­so­phie ein­be­grei­fen oder ver­mit­telt auf ihre Tra­di­ti­on be­zo­gen sind, For­schungs­pro­jek­te und Stu­di­en­gän­ge, die die Äs­the­tik neu be­le­ben. Der X. Kon­gress der Deut­schen Ge­sell­schaft für Äs­the­tik wid­met sich daher einer Neukar­tie­rung der Äs­the­tik, die es nun nicht mehr al­lein als phi­lo­so­phi­sche Teil­dis­zi­plin, son­dern über­dies als ein in­ter­dis­zi­pli­när ver­fass­tes For­schungs­feld in den Blick zu neh­men gilt.

Die Äs­the­tik steht heute vor be­son­de­ren Her­aus­for­de­run­gen, denn die Gren­zen des Äs­the­ti­schen schei­nen sich zu­neh­mend auf­zu­lö­sen. Davon zeugt die kunst­kri­ti­sche Rede von der „Ent­gren­zung der Kunst und der Küns­te“ eben­so wie die kul­tur­kri­ti­sche von der „Äs­the­ti­sie­rung der Le­bens­welt“. Äs­the­ti­sches und Nich­täs­the­ti­sches kön­nen ein­an­der of­fen­bar nicht mehr äu­ßer­lich – als klar um­ris­se­ne Ge­gen­stands­be­rei­che – ge­gen­über­ge­stellt wer­den. Da­durch wird je­doch die Frage nach dem Ver­hält­nis von Äs­the­ti­schem und Nich­täs­the­ti­schem nicht ob­so­let. Im Ge­gen­teil, sie stellt sich neu: Es geht darum, aus den Dia­gno­sen ihrer wech­sel­sei­ti­gen Durch­drin­gung ein bes­se­res Ver­ständ­nis ihrer Un­ter­schie­de zu ge­win­nen. In die­sem Pro­zess er­neu­ert sich je­doch nicht nur die Frage nach der Spe­zi­fik des Äs­the­ti­schen im Un­ter­schied zum Nicht-Äs­the­ti­schen, viel­mehr muss sich der Be­griff des Äs­the­ti­schen not­wen­dig auch in­tern aus­dif­fe­ren­zie­ren. Mit der Er­wei­te­rung des Ge­gen­stands­be­reichs der Äs­the­tik ver­viel­fäl­ti­gen sich die Di­men­sio­nen, die sich unter ihrem Titel an­spre­chen las­sen, eben­so wie die die­sen je­weils kor­re­spon­die­ren­den Er­fah­rungs­ty­pen.

Die Äs­the­tik – egal, ob sie in ihrer Per­spek­ti­ve Su­per­märk­te, Emo­jis, In­dus­trie­fil­me, De­mons­tra­tio­nen oder künst­le­ri­sche In­ter­ven­tio­nen in den öf­fent­li­chen Raum er­schließt – muss nicht nur Im­pul­se aus un­ter­schied­li­chen Dis­zi­pli­nen auf­neh­men, auch und ge­ra­de aus sol­chen, die der Äs­the­tik auf den ers­ten Blick fern zu ste­hen schei­nen, wie den So­zi­al­wis­sen­schaf­ten. Sie muss auch die Ar­beit am All­ge­mei­nen des Be­griffs mit der Nähe zum je be­son­de­ren Ge­gen­stand ver­bin­den; sie muss mit an­de­ren Wor­ten die Phä­no­men­be­schrei­bung als Grund­la­gen­re­fle­xi­on und die Grund­la­gen­re­fle­xi­on als Phä­no­men­be­schrei­bung voll­zie­hen. Eine sol­che Ar­beit ope­riert mit­hin kon­sti­tu­tiv im Span­nungs­feld zwi­schen Phi­lo­so­phie und Ein­zel­wis­sen­schaf­ten.

In die­ser Hin­sicht aber be­leuch­ten die in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Her­aus­for­de­run­gen der Ge­gen­wart nur be­son­ders deut­lich einen Zug, der die Äs­the­tik von An­fang an kenn­zeich­net. Äs­the­tik be­steht ge­wis­ser­ma­ßen nur in der und als die Be­we­gung zwi­schen Ge­gen­stand und Be­griff. Dies ist eine Be­we­gung, die sich nicht durch die in­sti­tu­tio­nel­le Auf­tei­lung der Fä­cher und Dis­zi­pli­nen be­schrän­ken las­sen kann. Das macht den Stand der Äs­the­tik selbst frei­lich zu einem in dis­zi­pli­nen­lo­gi­scher Hin­sicht pro­gram­ma­tisch pre­kä­ren. An­ge­sichts von Ten­den­zen zur Ver­wis­sen­schaft­li­chung der Phi­lo­so­phie ei­ner­seits wie zur po­si­ti­vis­ti­schen oder his­to­ris­ti­schen Ab­schot­tung der Ein­zel­wis­sen­schaf­ten an­de­rer­seits, ist je­doch ge­ra­de die Be­we­gung eines Den­kens zu ver­tei­di­gen, die beide Sei­ten zur Selbst­über­schrei­tung pro­vo­ziert. Jen­seits der in­sti­tu­tio­nel­len Ver­or­tun­gen je­wei­li­ger äs­the­ti­scher For­schung kon­sti­tu­iert sich das Feld der Äs­the­tik heute denn auch tat­säch­lich nicht zu­letzt durch die Ein­heit der Viel­falt, in der sich ein sol­ches Den­ken ma­ni­fes­tiert.

Wir laden zur Ein­rei­chung von Vor­schlä­gen für Bei­trä­ge ein, die in die­sem Sinne de­mons­trie­ren, was Äs­the­tik heute ist, sein kann oder sein soll­te. Das be­son­de­re In­ter­es­se liegt auf den Wei­sen, wie sich das äs­the­ti­sche Den­ken und das Den­ken des Äs­the­ti­schen in an­de­ren Dis­zi­pli­nen zur Gel­tung bringt – in den an­de­ren Teil­dis­zi­pli­nen der Phi­lo­so­phie eben­so wie in den Kunst-, De­sign-, Me­di­en-, Kul­tur- und So­zi­al­wis­sen­schaf­ten oder in der äs­the­ti­schen Pra­xis selbst.

Dieser Call geht zurück auf Diskussionen im Rahmen eines Workshops, den Vorstand und Beirat der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik unter dem Titel „Denken und Disziplin“ zur Vorbereitung des Jubiläumskongresses durchgeführt haben. Die Beiträge können Sie hier nachlesen: www.dgae.de/kongresse/das-ist-aesthetik/#denken-und-disziplin

Einreichungen

Formate

Einzelvorträge

Ein­rei­chun­gen von Vor­schlä­gen für Ein­zel­vor­trä­ge (max. 20 Mi­nu­ten) sol­len um­fas­sen: Name, Email-Adres­se, Titel des Vor­trags, Ab­stract von max. 2000 Zei­chen (inkl. Leer­zei­chen) sowie eine Kurz­bio­gra­phie. Im Falle einer Auf­nah­me ins Ta­gungs­pro­gramm wer­den die Ein­zel­vor­trä­ge zu the­ma­ti­schen Pa­nels zu­sam­men­ge­fasst.

Panels

Wir laden ein zur Ein­rei­chung von Vor­schlä­gen für Pa­nels (3-4 Vor­trä­ge à 20 Mi­nu­ten). Die Ein­rei­chun­gen soll­ten – neben den Namen, Email-Adres­sen und Kurz­bio­gra­phi­en der Or­ga­ni­sa­tor_in­nen – fol­gen­de Punk­te um­fas­sen: Titel des Pa­nels, kurze Skiz­ze der Fra­ge­stel­lung (max. 2000 Zei­chen) sowie In­for­ma­tio­nen zu allen Ein­zel­vor­trä­gen und Vor­tra­gen­den nach dem vor­ste­hen­den Mus­ter. Bitte ach­ten Sie dar­auf, nicht mehr als zwei Spre­cher_in­nen von der­sel­ben In­sti­tu­ti­on vor­zu­schla­gen.

Workshops und andere Formate

Wir wol­len au­ßer­dem aus­drück­lich dazu er­mun­tern, Vor­schlä­ge für Work­shops (mo­de­rier­te Dis­kus­sio­nen mit kur­zen Im­puls­vor­trä­gen von max. 10 Mi­nu­ten), In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen und an­de­re al­ter­na­ti­ve For­ma­te so­wohl zum Thema der Ta­gung als auch zu hoch­schul­po­li­ti­schen An­lie­gen im Be­reich der Äs­the­tik ein­zu­rei­chen. Die Ein­rei­chun­gen soll­ten – neben den Namen, Email-Adres­sen und Kurz­bio­gra­phi­en der Or­ga­ni­sa­tor_in­nen – fol­gen­de Punk­te um­fas­sen: Titel, kurze Skiz­ze der Fra­ge­stel­lung (und ge­ge­be­nen­falls des Ver­an­stal­tungs­for­mats) sowie – so­fern re­le­vant – Namen der Dis­ku­tan­t_in­nen.

Praktisches

Bitte be­ach­ten Sie, dass pro Per­son nur ein Vor­schlag für einen Vor­trag ein­ge­reicht wer­den kann – ent­we­der als Ein­zel­vor­trag oder als Bei­trag zu einem ku­ra­tier­ten Panel. Die Ein­rei­chung von Vor­schlä­gen für Ak­ti­vi­tä­ten in an­de­ren Ver­an­stal­tungs­for­ma­ten ist von die­ser Be­schrän­kung aus­ge­nom­men.

Dead­line für alle Ein­rei­chun­gen ist der 15. Sep­tem­ber 2017.

 

Einreichungen bitte ausschließlich über dieses Einreichungsformular:

www.conftool.net/dgae2018/ 

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Es werden keine Kongressgebühren erhoben. Einzige Bedingung für die Einreichung eines Vorschlags ist eine gültige Mitgliedschaft in der DGÄ. Sofern Sie noch nicht Mitglied der DGÄ sind, müssten Sie bitte zunächst einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen. Die Formulare, die Sie uns ausgefüllt und unterschrieben gerne postalisch oder als Scan elektronisch (an: info@dgae.de) zuschicken können, finden Sie unter folgendem Link: www.dgae.de/mitgliedschaft/


Die Einreichung wird angenommen, sobald der Antrag bei uns eingegangen und der Mitgliedsbeitrag entrichtet ist (er beträgt pro Jahr 30,- € und für Studierende ermäßigt 15,- €). Da dieser Vorgang unter Umständen etwas Zeit in Anspruch nehmen kann, empfehlen wir, die Überweisung des Mitgliedsbeitrags vor dem 8. September vorzunehmen. Sofern Sie Fragen haben, senden Sie bitte eine E-Mail an: kongress2018@dgae.de